Hydro-Québec

Hydro-Québec
Hydro-Québec
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Rechtsform Corporation
Gründung 14. April 1944
Sitz Montreal, Québec, KanadaKanada Kanada
Leitung Thierry Vandal, (CEO)
Mitarbeiter 23.659 (2010)
Umsatz 12,34 Milliarden Can $ (2010)
Branche Energie
Website www.hydroquebec.com
Firmenzentrale in Montréal (Quartier Ville-Marie)

Hydro-Québec ist ein der Regierung unterstelltes Staatsunternehmen (Unternehmen der Krone), das mit Wasserkraftwerken, wenigen Gaskraftwerken und einem Kernkraftwerk elektrischen Strom für die Provinz Québec in Kanada sowie für den Nord-Osten der USA produziert. Die installierte Leistung betrug im Jahre 2005 rund 35.190 MW, etwa 97 % davon werden durch Wasserkraftanlagen erzeugt. Hydro-Québec ist der weltgrößte Produzent von Elektroenergie aus Wasserkraft.

Hydro-Québec war ursprünglich durch den Premierminister Adélard Godbout am 14. April 1944 durch die Verstaatlichung der Montreal Light, Heat and Power entstanden, die in der Region um Montreal das Energiemonopol besaß. Der ursprüngliche Name lautete Commission hydroélectrique du Québec, aber der Name Hydro-Québec hatte sich sehr bald eingebürgert. Der Name wurde gewählt, weil in Québec der größte Teil der Elektroenergie mit Wasserkraftwerken erzeugt wird.

Inhaltsverzeichnis

Entwicklung des Unternehmens

Elektrisches Verbundnetz von Hydro-Québec

Der erste Präsident des Unternehmens war Télesphore-Damien Bouchard. Maurice Duplessis als folgender Premierminister im Jahr 1944 verweigerte sich aber einer weiteren Nationalisierung von Energieunternehmen.

Während der Stillen Revolution wurden die verbliebenen 11 in Privatbesitz befindlichen Energieunternehmen in Québec nationalisiert, dies führte zur großen Erweiterung von Hydro-Québec zu seiner heutigen Form. Die Nationalisierung wurde abgeschlossen unter der Initiative von René Lévesque, Minister für Wasserkraftressourcen und öffentliche Arbeiten der Liberalen Partei von Quebec in der Regierung von Jean Lesage.

Ab 1965 entwickelten Jean-Jacques Archambault und seine Kollegen Hydro-Québec zum weltweit ersten Versorger, der Übertragungsstrecken mit 735 kV Dreiphasenwechselstrom für eine höhere Effizienz des Transports der Elektrizität über lange Strecken einsetzte. Diese Leitungen machen heute ein Drittel des Netzes in Québec aus. Daneben existieren noch Leitungen welche mit 315 kV betrieben werden und eine bipolare Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung mit ±450 kV, die HGÜ Québec–New England, welche einen Stromaustausch mit den USA ermöglicht.

Als Besonderheit ist das Wechselstromnetz der Hydro-Québec, welches eine Netzfrequenz von 60 Hz aufweist, nicht synchron zu den benachbarten Verbundsystemen in Kanada und den USA. Dies bedeutet, dass der Stromaustausch technisch nur über HGÜ-Kurzkupplungen und die HGÜ Québec–New England erfolgen kann [1].

In den 1970ern initiierte der Premierminister der Liberalen Partei, Robert Bourassa, den Bau des Wasserkraftwerks Baie-James-Wasserkraftprojekt (Projet de la Baie-James, La-Grande-Komplex). Heute steuert dieses einen wichtigen Beitrag zu Québecs Energieversorgung bei.

Zwischen 1966 und 1983 baute Hydro-Québec mit dem Kernkraftwerk Gentilly das einzige Kernkraftwerk in der Provinz Québec.

Ausfälle und Störungen

Umspannwerk Micoua. Im Hintergrund zwei 735 kV Leitungssysteme

Am 13. März 1989 musste Hydro-Québec die Erfahrung eines elektrischen Blackouts während eines geomagnetischen Sturmes machen. Die Wiederaufnahme der Stromversorgung dauerte über neun Stunden.

Im Januar 1998 zerstörte ein großer, beispielloser Eissturm eine große Anzahl Masten und elektrische Übertragungsleitungen. Der Eissturm hinterließ einen Großteil der Île de Montréal für einen Zeitraum von bis zu neun Tagen ohne Strom; einige andere Regionen von Québec waren bis zu drei Wochen ohne elektrische Energie. Aufgrund dieses Ereignisses wurde in den Folgejahren der Levis Enteiser errichtet, eine Anlage zur elektrischen Enteisung von Freileitungen.

Weblinks

 Commons: Hydro-Québec – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Outaouais substation Technical Characteristics (engl.)

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